Fakten Veränderungen


Die Bundys wurden dem Produzenten Michael G. More zufolge, und anders als oft dargestellt, nicht nach dem Serienmörder Ted Bundy, sondern nach dem Wrestler King Kong Bundy benannt.


Als Titelsong wählten die Produzenten den Frank Sinatra-Klassiker Love and Marriage. Aus lizenzrechtlichen Gründen wurde das Lied jedoch in der Verkaufsversion auf DVD ab der dritten Staffel ausgetauscht.


In Deutschland lief die Serie erstmals von 1992 bis Mai 1996 auf RTL und die letzten 51 Folgen von Oktober 1996 bis Dezember 1997 bei ProSieben. 2006 wird diese Serie auf Kabel 1 und Sat.1 Comedy ausgestrahlt.


Anfangs war die Serie wegen ihres recht primitiven Humors und der Frauenfeindlichkeit, die der Sendung von vielen vorgeworfen wurde, sehr umstritten, aber vermutlich haben genau diese Elemente auch für die große Popularität dieser Serie gesorgt. Das Besondere an dieser Serie ist der intensive Einsatz von Klischees, zum Beispiel das blonde Dummchen mit den wechselnden Männerbekanntschaften oder die flachbrüstige, feministische Nachbarin, die mit einem devoten Ehemann verheiratet ist – übertriebene Darstellungen klassischer Charaktere der Sitcom.


Am 15. Januar 1989 schauten Terry Rakolta und ihre Kinder "Married... with Children", die Episode "Das Geburtstagsgeschenk". Sie war geschockt von verschiedenen Sachen, die sie in der Serie sah z.B. Al und Steve waren in einem Dessous-Shop, um Peggy zum Geburtstag ihren Lieblings-BH zu kaufen. In dem Laden war ein Homosexueller in Stöckelschuhen und eine Frau, die ihren BH auszog: Das fand Terry so schlimm, dass sie am nächsten Tag an alle möglichen Sponsoren der "Schrecklich netten Familie" schrieb, um gegen eine solche "skandalöse" Show zu protestieren. Die Story erregte viel Aufmerksamkeit und war in vielen Magazinen auf dem Titelblatt zu lesen und Rakolta war in vielen Talkshows zu Gast um ihre Meinung zu sagen. Schließlich gründete sie die Gruppe "Americans for Responsible Television" um für gutes, manierliches amerikanischen Fernsehen zu kämpfen. Aber mit einem hatte sie nicht gerechnet: mit ihrer Riesen-Protest-Aktion wurde die Sendung immer bekannter und beliebter und die Quoten schossen in die Höhe. Als "Dank" bekam Terry Rakolta von jetzt an immer zu Weihnachten einen Früchtekorb vom "Married... with Children"-Team geschenkt, die sich inzwischen ins Fäustchen lachten. Wahrscheinlich hatte Terry einfach nicht die Botschaft der Sendung verstanden. Wie auch immer, einen kleinen Erfolg hatte sie: Die Folge "Sex, Video, Al und Peggy (308)" (Original: "I'll See You In Court") wurde in den USA bis 2002 noch nie gesendet, in anderen europäischen Staaten jedoch wie jede andere Folge auch. Sie ist dort auch als "The Lost Show" bekannt. Andere Folgen wurden in USA auch geschnitten. In anderen Ländern wie Deutschland ist so ein Wirbel um eine Sendung fast unmöglich, da bei uns andere Fernsehstandards herrschen.


Die Ursache dafür, dass Peggys Mutter nicht in der Serie zu sehen ist, liegt daran, dass der Schauspieler Divine, der für die Rolle vorgesehen war, kurz vor den Dreharbeiten starb. Als Erinnerung an ihn hörte man nur die Stimme von Peggys Mum. Sie wurde von der Schauspielerin Kathleen Freeman im Original gesprochen.


Offizieller Grund für die Absetzung der Serie war, dass die Zuschauerzahlen (anfangs 15 Millionen) nach einigen Staffeln gesunken waren (9 Millionen). Das reichte FOX, um die Serie abzusetzen, obwohl der Sender durch Eine schrecklich nette Familie bekannt geworden war. Mit Schuld am Zuschauereinbruch war wohl auch die Verlegung der Sendezeit von Sonntagabend auf Samstagabend, dann auch noch auf Montagabend. Schließlich konnten die hohen Ausgaben (unter anderem für Ed O'Neills Gage von 500.000 Dollar pro Folge) nicht mehr aufgebracht werden und die Serie gehörte der Vergangenheit an.


1992 wurde in Deutschland unter dem Titel "Hilfe, meine Familie spinnt" ein Remake von 26 frühen Folgen der Bundys produziert. Das Remake mit Lutz Reichert als Josef ("Jupp") Strunk und Christiane Zeiske als Roswitha Strunk in den Hauptrollen hatte rund doppelt so viele Zuschauer wie das Original in Deutschland. Da die Bundys jedoch im Vorabendprogramm liefen, während die Strunks zur Prime Time gezeigt wurden, blieben die Einschaltquoten der Strunks unter dem erwarteten Erfolg und die Serie wurde eingestellt.
 
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